Das Faszinierendste am Keukenhof ist das schiere Ausmaß der Bepflanzung: Ein engagiertes Team von 40 Gärtnern setzt jeden Herbst von Hand rund 7 Millionen Blumenzwiebeln. Diese enorme Arbeit sorgt dafür, dass der Park jedes Frühjahr für nur acht Wochen in einer spektakulären, durchgehenden Blütenpracht erstrahlt – ein weltberühmtes Schauspiel, das jährlich über eine Million Besucher anzieht.
1. Der Name bedeutet „Küchengarten“
Der Name Keukenhof bedeutet wörtlich „Küchengarten“. Das Gelände gehörte im 15. Jahrhundert zum Anwesen von Schloss Teylingen und diente als Jagdrevier sowie zum Anbau von Kräutern und Gemüse für die Schlossküche der Gräfin Jakoba von Bayern (Jacoba van Beieren).
2. Der Park wurde von berühmten Landschaftsarchitekten entworfen
Das Grundkonzept des Parks, wie wir ihn heute kennen, wurde 1857 von den Landschaftsarchitekten Jan David Zocher und seinem Sohn Louis Paul Zocher entworfen. Die beiden zeichneten auch für den berühmten Vondelpark in Amsterdam verantwortlich und gestalteten das Gelände des Keukenhofs im Stil eines klassischen englischen Landschaftsgartens.
3. Der moderne Park entstand als Initiative der Nachkriegszeit
Die Idee zum heutigen Keukenhof entstand 1949. Eine Gruppe von 20 führenden niederländischen Blumenzwiebelzüchtern und -exporteuren hatte den Plan, das Anwesen als frühlingshaftes Schaufenster für ihre Branche zu nutzen. Der Park wurde 1950 erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und war mit 236.000 Besuchern im ersten Jahr ein sofortiger Erfolg.
4. Eine unglaubliche Anzahl an Blumenzwiebeln wird gepflanzt
Jedes Jahr werden rund 7 Millionen Blumenzwiebeln von über 100 verschiedenen Züchtern geliefert. Darunter befinden sich allein etwa 800 verschiedene Tulpensorten. Das Pflanzen ist ein riesiges Unterfangen, das im Oktober beginnt und Anfang Dezember abgeschlossen sein muss.
5. Das Design ist jedes Jahr neu
Damit die Besucher bei jedem Besuch ein einzigartiges Erlebnis haben, werden das Layout und die Blumendesigns des Gartens jährlich geändert. Die Designer des Keukenhofs entwerfen ein neues Thema und frische Arrangements, sodass der Park nie zwei Jahre hintereinander genau gleich aussieht.
6. Er ist einer der größten Skulpturenparks der Niederlande
Über die Blumen hinaus ist der Keukenhof auch eine bemerkenswerte Kunstgalerie im Freien. Im Park sind über 100 Skulpturen verschiedener Künstler auf dem gesamten Gelände verteilt, was ihn zu einem der größten Skulpturengärten des Landes macht. Die Kunst bildet einen wunderschönen Kontrast zu den natürlichen Blumenarrangements.
7. Er hat eine eigene, funktionstüchtige Windmühle
Ein typisch niederländisches Wahrzeichen, eine große Windmühle, steht stolz im Park. Die Mühle wurde 1892 in Groningen gebaut und 1957 in den Keukenhof verlegt. Besucher können auf die Windmühle steigen und einen fantastischen Panoramablick über den Park und die umliegenden Tulpenfelder genießen.
8. Ein riesiger Park mit langen Wegen
Der Garten selbst erstreckt sich über eine Fläche von 32 Hektar. Um alles zu erkunden, können Besucher auf 15 Kilometern Spazierwegen wandern, die sich durch die Blumenbeete, Themengärten und Pavillons schlängeln.
9. Er erhält keine staatlichen Zuschüsse
Der Keukenhof ist eine finanziell unabhängige Organisation. Er erhält keine staatlichen Mittel und finanziert sich ausschließlich aus den Einnahmen aus dem Ticketverkauf und den Gastronomiepartnern vor Ort. Ein Besuch im Park ist also ein direkter Beitrag zu seinem Fortbestand.
10. Er zieht Besucher aus aller Welt an
In einer typischen achtwöchigen Saison begrüßt der Keukenhof über 1,4 Millionen Besucher aus mehr als 100 Ländern. Etwa 80 % der Besucher sind internationale Touristen, wobei die größten Gruppen aus Deutschland, den Vereinigten Staaten, Frankreich und dem Vereinigten Königreich kommen.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Tulpen gibt es im Keukenhof?
Obwohl im Park insgesamt 7 Millionen Blumenzwiebeln gepflanzt werden, umfassen diese eine Vielzahl von Frühlingsblumen. Jedes Jahr werden etwa 800 verschiedene Tulpensorten gepflanzt, die einen erheblichen Teil der Gesamtblüte ausmachen.
Warum ist der Keukenhof nur acht Wochen geöffnet?
Die kurze Öffnungszeit des Keukenhofs ist direkt an den natürlichen Blühzyklus der Frühlingszwiebeln gekoppelt. Die Blumen erreichen von Ende März bis Mitte Mai ihren Höhepunkt, und es wäre unmöglich, die gleiche Blütenpracht außerhalb dieses spezifischen Zeitfensters aufrechtzuerhalten.
Wem gehört der Keukenhof?
Der Keukenhof und das umliegende Anwesen, einschließlich Schloss Keukenhof, sind Eigentum der Stiftung „Stichting Graaf Carel van Lynden“ und werden von dieser verwaltet. Sie agiert als unabhängige, gemeinnützige Organisation.
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